Lungenkrebs gehört zu den häufigsten Krebsarten, zeigt sich aber erst relativ spät durch eindeutige Beschwerden. Dadurch ist es schwierig, den Krebs frühzeitig zu erkennen.

Häufigkeit von Lungenkrebs

Lungenkrebs (auch Bronchialkarzinom genannt) ist die dritthäufigste Krebsart in Deutschland, bei Männern sogar die zweithäufigste. Jährlich erkranken hierzulande über 50.000 Menschen an Lungenkrebs, Männer sind etwa zweimal häufiger betroffen als Frauen. Meist sind Menschen in höherem Alter betroffen: Das Durchschnittsalter der Patienten mit Lungenkrebs liegt bei etwa 70 Jahren. Die Behandlung bei Lungenkrebs ist oft schwierig, weil die Krebszellen aus der Lunge heraus schnell streuen und an anderen Stellen Metastasen bilden können. Wie üblich gilt aber auch hier: Je früher der Krebs erkannt wird, umso besser kann er behandelt werden.

Risikofaktoren für Lungenkrebs

Die Hauptursache für Lungenkrebs liegt im Rauchen. Etwa 90 Prozent der Patienten sind oder waren starke Raucher. Auch bei Passivrauchern ist das Risiko für Lungenkrebs stark erhöht. Die wichtigste vorbeugende Maßnahme gegen Lungenkrebs ist also der Verzicht auf das Rauchen und Passivrauchen.

Lunge aus Zigarettenkippen

Symptome und Früherkennung von Lungenkrebs

Die Symptome im Frühstadium von Lungenkrebs sind leider sehr unspezifisch und werden daher oft lange nicht mit Krebs in Verbindung gebracht. Erst in späteren Stadien werden die Symptome eindeutiger. Dazu gehören:

lang anhaltender Husten, oft mit Auswurf
Atemnot
Brustschmerzen
Gewichtsverlust
Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Leistungsverlust
Schluckbeschwerden und Heiserkeit
Fieberschübe
Knochenschmerzen

Eine zuverlässige Früherkennungsmethode für Lungenkrebs gibt es bisher leider noch nicht. Dadurch wird der Krebs oft erst spät erkannt und ist dann nur schwer heilbar.

Diagnose von Lungenkrebs

Treten typische Symptome bei einem Patienten auf, gibt es verschiedene Methoden, die den Verdacht von Lungenkrebs erhärten oder ausräumen können. Dabei wird auch nach anderen möglichen Ursachen für die Symptome gesucht. Mögliche Diagnoseverfahren sind bildgebende Maßnahmen wie Röntgenaufnahmen oder eine Computertomografie, außerdem eine Lungenspiegelung (auch Bronchoskopie genannt). Wurde ein Tumor in der Lunge gefunden, muss mit weiteren Untersuchungen überprüft werden, ob der Krebs sich schon ausgebreitet hat.

Typen und Stadien von Lungenkrebs

Es gibt verschiedene Formen von Lungenkrebs: Man unterscheidet vor allem zwischen kleinzelligen und nicht-kleinzelligen Lungentumoren. Die kleinzelligen Tumoren wachsen schnell und bilden häufig Metastasen aus, daher ist die Behandlung besonders schwierig. Allerdings kommt diese Form nur in etwa 20 Prozent der Fälle vor. Die übrigen 80 Prozent haben einen nicht-kleinzelligen Tumor, der langsamer wächst. Welcher Tumortyp vorliegt, kann mit einer Gewebeprobe festgestellt werden.

Lungenkrebs mit einem nicht-kleinzelligen Tumor wird nach dem sogenannten TNM-Schema in Stadien eingeteilt:
T steht dabei für die Größe des Tumors.
N bezeichnet einen möglichen Befall von Lymphknoten.
M steht für mögliche Metastasen.

Bei einem kleinzelligen Tumor wird nur zwischen dem begrenzten und dem erweiterten Stadium unterschieden. Beim begrenzten Stadium ist der Tumor auf einen Lungenflügel beschränkt, beim erweiterten Stadium geht er darüber hinaus.