Eine diagnostizierte Krebserkrankung ist für die Betroffenen ein schwerer Schicksalsschlag, der das Leben aus dem Gleichgewicht bringt. Vor einer Erkrankung ist dabei niemand gewahrt, denn das ungehemmte Zellwachstum stellt eine potenzielle und ernst zu nehmende Bedrohung für jede Person ab dem 20. Lebensjahr dar.

Rund um den Globus erkranken so jährlich unzählige Menschen an diesem Leid, dem mithilfe einer fachkundig durchgeführten Krebsvorsorge effektiv vorzubeugen ist. Das Erkennen der Tumore in deren Frühstadium ermöglicht schließlich statistisch gesehen, neun von zehn Krankheitsfälle erfolgreich zu heilen.

Ein individuelles Leiden

Derzeit sind über 100 verschiedene bösartige Formen der Krebskrankheit bekannt. „Der“ typische Krebs existiert also nicht. Aus diesem Grund finden sich in der Medizin zahlreiche Früherkennungsbehandlungen, die das Risiko einer Erkrankung bereits vorab minimieren sollen.

Die häufigsten Formen, an denen Frauen leiden, sind dabei der Gebärmutterhalskrebs oder Zervixkarzinom und der Brustkrebs, der im Fachjargon als Mammakarzinom bekannt ist. Diese sollen in diesem Text stellvertretend für die anderen Erkrankungstypen stehen, die sich im Rahmen einer frühzeitigen Vorsorgeuntersuchung und einer umgehenden Lokalisierung gut behandeln lassen.

Diese Vorsorgeuntersuchungen retten Leben

Eine dieser Präventionsmaßnahmen stellt die sogenannte Anamnese dar. Sie beschreibt ein Gespräch, das dem behandelnden Arzt Auskunft über potenzielle Risikofaktoren und Beschwerden gibt. Da diese Informationen essenziell für eine weitere und vor allem erfolgreiche Therapie sind, ist es besonders wichtig, die aufkommenden Fragen ehrlich zu beantworten.

Im Rahmen der anschließenden Tastuntersuchung erkundigt sich der Mediziner, ob im Brustgewebe Verhärtungen oder knotige Veränderungen spürbar sind. Da auch angeschwollene Lymphknoten Auskunft über eine mögliche Erkrankung geben, sollten diese ebenfalls abgetastet werden. Im Idealfall erklärt der Arzt zusätzlich, wie dieser Gesundheitscheck zuhause umgesetzt werden kann.

Arzt hört Patientin zu

Während der Untersuchung auf dem gynäkologischen Stuhl werden zunächst die sichtbaren Bereiche der weiblichen Genitalien auf ungewöhnliche Veränderungen geprüft. Da der Arzt die Organe von außen über die Bauchdecke abtastet, lassen sich Tumore hierbei meist gut erkennen. Im Anschluss daran erfolgt eine schmerzfreie Untersuchung der Gebärmutter mit dem Spekulum, das an einen Spiegel erinnert. Das Anfertigen eines Zellabstriches, des sogenannten Pap-Tests, ist an dieser Stelle von großer Bedeutung. Die hierdurch gewonnene Zellprobe wird in einem Labor begutachtet und auf auffällig veränderte Schleimhautzellen untersucht. Da dieser Test als bedeutsamer Teil des Krebsfrüherkennungsprogrammes anerkannt wird, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen dessen Kosten. Denken Sie daran, diese Untersuchung mindestens einmal im Jahr durchführen zu lassen, denn Erkrankungen der inneren Organe sind mit dem bloßen Auge in der Regel nicht sichtbar.

Die lupenoptische Betrachtung des Gebärmuttermunds und der Scheide, die als Kolposkopie bekannt ist, wird bei Bedarf in die gynäkologische Behandlung mit einbezogen. Dadurch, dass die Oberflächen des Muttermundes und der Scheide während dieser Untersuchung mit bis zu vierzigfacher Vergrößerung auf einem Monitor angezeigt werden, lassen sich selbst minimale Auffälligkeiten der Organe erkennen und zielgerichtet behandeln.

Ihre Gesundheit im Gleichgewicht

Die unterschiedlichen Krebsformen stellen eine heimtückische Krankheit dar, die zu Beginn häufig weder sichtbar, noch spürbar ist. Schlägt sie im fortgeschrittenen Stadium zu, trifft sie die Betroffenen oftmals völlig überraschend. Frühzeitige Vorsorgeuntersuchungen ermöglichen glücklicherweise, dieses Schreckensszenario zu umgehen oder zumindest zu entschärfen. Diese lebensrettenden Maßnahmen müssen dabei ebenso wie ausreichend Sport, eine abwechslungsreiche Ernährung und ein gesunder Lebensstil in den Alltag integriert werden, um ein potenzielles Erkrankungsrisiko zu minimieren.