Beim Hautkrebs handelt es sich um eine besonders tückische Erkrankung, treten doch häufig nur geringe oder gar keine Beschwerden auf. Mediziner unterscheiden im Wesentlichen zwischen dem weißen und dem schwarzen Hautkrebs. Zu Ersterem zählen das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom, bei beiden Krankheiten sind die Heilungschancen gut. Besonders bösartig präsentiert sich das Melanom, das auch als schwarzer Hautkrebs bekannt ist. Wird die Krebsart zu spät erkannt, so sind Metastasen im Körper nicht auszuschließen. Die Prognose verschlechtert sich in Folge deutlich.

Basalzellkarzinom

Beim Basaliom handelt es sich um die häufigste Hautkrebsart in Mitteleuropa. Laut der Deutschen Krebsgesellschaft erkranken alljährlich mehr als 130.000 Deutsche an einem Basalzellkarzinom.

Die Patienten sind:

  • durchschnittlich 60 Jahre alt
  • meist vom helleren Hauttyp I oder II
  • weiblich oder männlich

Der Hauptgrund für die Entstehung eines Basalzellkarzinoms ist die erhöhte UV-Strahlung. Übermäßige Sonnenexposition, aber auch ausgiebige Solariumbesuche begünstigen eine Erkrankung. Insbesondere hellhäutige Menschen sind gefährdet und sollten deshalb stets auf einen ausreichenden Sonnenschutz achten.

Basalzellkarzinome bilden sich in der gleichnamigen Schicht der Haut sowie in den Wurzeln der Haarfollikel. Besonders häufig treten die hautfarbenen bis bräunlichen Knoten im Kopf- und Halsbereich auf. Die Tumore können sich im umgebenden Gewebe verwachsen und damit auch Knochen und Knorpel betreffen. Nur sehr selten bildet das Basalzellkarzinom Metastasen.

Das Basaliom wird in der Regel chirurgisch entfernt. Bei rechtzeitiger Diagnose stehen die Heilungschancen ausgesprochen gut. Bis zu 95 Prozent aller Krankheitsfälle nehmen einen positiven Verlauf.

Ärztin untersucht mit Lupe Muttermal beim Patienten

Plattenepithelkarzinom

Die auch als Spinaliom oder Stachelzellkrebs bekannte Erkrankung gilt als die zweithäufigste Hautkrebsart. In Mitteleuropa erkranken rund 30 bis 40 Menschen pro 100.000 Einwohner im Jahr.

Die Patienten sind:

  • durchschnittlich 70 Jahre alt
  • meist vom helleren Hauttyp I oder II
  • häufiger männlich als weiblich
Frauenrücken mit Sonnencreme

Die UV-Strahlung spielt auch beim Plattenepithelkarzinom eine wesentliche Rolle. Spinaliome entstehen in erster Linie an jenen Stellen des Körpers, die besonders häufig der Sonne ausgesetzt sind. Die Ohren, die Handrücken oder die Unterarme können ebenso betroffen sein wie das Gesicht oder die Glatze.
In vielen Fällen geht dem Stachelzellkrebs eine aktinische Keratose voraus.

Die rötlichen Flecken sind nicht bösartig, können sich aber zu Spinaliomen entwickeln. Im fortgeschrittenen Stadium werden Tumore knotig und weisen Verhornungen auf.
Das Spinaliom muss operativ entfernt werden, die Heilungschancen sind vom Zeitpunkt der Diagnose abhängig. Kleine Tumore (bis ein Zentimeter Größe) können in den allermeisten Fällen geheilt werden, aber auch sonst stehen die Chancen, den Krebs zu besiegen, gut. Haben sich aber bereits Metastasen im umliegenden Gewebe oder in den Organen gebildet, ist die Prognose deutlich schlechter.

Malignes Melanom

Der schwarze Hautkrebs ist die bösartigste Hautkrebsvariante. In Deutschland sind alljährlich knapp 20.000 Menschen betroffen. Laut Deutscher Krebsgesellschaft liegt das Risiko einer Erkrankung im Verlaufe des Lebens in unserem Land bei 1:500.

Die Patienten sind:

  • besonders häufig mittleren Alters zwischen 45 und 60 Jahren
  • von heller Hautfarbe, mit Neigung zur Muttermalbildung
  • weiblich oder männlich
ABCDE-Merkmale für Hautkrebs

Die starke UV-Strahlung ist hauptverantwortlich für die Bildung von Melanomen. Erbliche Veranlagung und wiederkehrende Sonnenbrände (besonders jene im Kindesalter) erhöhen das Risiko einer Erkrankung. Ein Melanom kann auf gesunder Haut auftreten oder sich aus einer veränderten Hautstelle, etwa einem Leberfleck oder einem Muttermal, bilden. Bei Männern treten Melanome besonders häufig am Rücken, bei Frauen an den Unterschenkeln auf.
Aufgrund der Gefährlichkeit der Krankheit sollte bei Veränderungen der Haut ein Arzt konsultiert werden. Auffälligkeiten sind zum Beispiel:

  • ein Muttermal wird dunkler oder beginnt zu wachsen
  • die Pigmentierung innerhalb eines Muttermals ist unterschiedlich
  • ein Muttermal sieht anders aus, juckt, nässt oder blutet

 

Das maligne Melanom wird operativ entfernt. Hat sich der Tumor nur in der Oberhaut verbreitet, ist von einer vollständigen Heilung auszugehen. Tiefer eingedrungene Gewächse breiten sich jedoch über die Blut- und Lymphgefäße auf andere Organe aus. Die Heilungschancen hängen dann von der Streuung der Krebszellen ab.