Die bei Frauen weltweit am häufigsten vorkommende Krebsart ist der Brustkrebs. Das Mammakarzinom kann auch Männer treffen, die Wahrscheinlichkeit ist allerdings gering. Bei rechtzeitiger Diagnose muss Brustkrebs kein Todesurteil bedeuten. Im Gegenteil, wird die Erkrankung rechtzeitig erkannt und die Behandlung sofort begonnen, nehmen die meisten Krankheitsfälle einen positiven Verlauf.

Ursachen für ein Mammakarzinom

Brustkrebs trifft in der Regel erst Frauen ab 40. Ab dem fünften Lebensjahrzehnt ist das Risiko besonders hoch, erst in den 70er Jahren sinkt die Gefahr der Erkrankung wieder. Das durchschnittliche Alter liegt bei rund 64 Jahren.
Der genaue Grund für die Bildung eines Mammakarzinoms ist unbekannt.

Mediziner sprechen aber von Risikofaktoren:

  • Rauchen und vermehrter Alkoholkonsum
  • Übergewicht und wenig Bewegung
  • Fettreiche Ernährung
  • Erbliche Vorbelastung
  • Früh einsetzende erste Menstruation, späte Wechseljahre
  • Hormonelles Ungleichgewicht oder Hormontherapien
  • Fortgeschrittene Mastopathie
  • Erste Geburt ab einem Alter von 30 Jahren
  • Keine eigenen Kinder

Frauen die ihre Kinder stillen haben ein vermindertes Brustkrebsrisiko.

Symptome einer Brustkrebserkrankung

Vor allem im frühen Stadium ist ein Mammakarzinom selten von Beschwerden begleitet. Deshalb ist es besonders wichtig, regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen vornehmen zu lassen und selbst auf Anzeichen zu achten. Solche wären:

  • Tastbare feste Knoten, die sich nicht verschieben lassen
  • Veränderungen an der Brustwarze oder Absonderungen aus eben dieser
  • Änderung der Brustgröße, -farbe oder –form
  • Eingezogene Hautstellen
  • Schwellungen im Achselbereich
  • Spontan auftretende Hautrötungen, die nicht abklingen

 

Mehr als die Hälfte der Tumore tritt im oberen äußeren Bereich (Richtung Achselhöhle) auf, nur etwa 15 Prozent im Bereich der Brustwarze. Aus ungeklärten Gründen bildet sich ein Mammakarzinom ein wenig häufiger in der linken als in der rechten Brust.

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Diagnose durch den Facharzt

Der Entdeckung eines oder mehrerer Symptome sollte eine Begutachtung durch den Gynäkologen folgen. Dem Facharzt stehen mehrere Diagnosemöglichkeiten zur Verfügung. Einer gründlichen Tastuntersuchung mit unklarem Ergebnis folgt in der Regel ein Röntgen der Brust (Mammografie). Ergänzend kann der Gynäkologe eine Ultraschalluntersuchung und/oder eine Kernspintomografie durchführen. Ist eine Veränderung der Brust diagnostiziert, kann eine Gewebeprobe Klarheit über Gut- oder Bösartigkeit bringen.

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Dem Krebs den Kampf ansagen

Die Behandlung von Brustkrebs erfolgt individuell, auf die Bedürfnisse und Wünsche der Patientin abgestimmt. Die effektivste Variante zur Entfernung des Tumors ist nach wie vor die Operation. Ergänzend zum chirurgischen Eingriff kann eine Bestrahlung notwendig werden.

Haben sich bereits Metastasen in anderen Körperregionen gebildet, so werden zumeist systemische Behandlungsmethoden wie Chemo- oder Antihormontherapien empfohlen. Parallel zu den tumorbekämpfenden Therapien empfehlen Gynäkologen nicht selten auch eine Begleitung durch den Psychologen oder den Besuch von Selbsthilfegruppen.

Bessere Heilungschancen dank Früherkennung

Die gesetzliche Krankenversicherung leistet ihren Beitrag zur Brustkrebs-Früherkennung. Ab einem Alter von 30 Jahren wird das einmal jährlich stattfindende Abtasten der Brust und Achselhöhlen seitens eines Facharztes übernommen. Für Frauen über 50 Jahren lädt die gesetzliche Krankenversicherung im Abstand von jeweils zwei Jahren zur Mammografie. Kommt es zwischen den Screeningterminen zu Unregelmäßigkeiten, kann der Arzt weitere Mammografien veranlassen.

Der Röntgenuntersuchung kommt in der Früherkennung eine große Bedeutung zu. Noch nicht tastbare Knötchen können nur im Zuge der Mammografie entdeckt werden. Bei der Untersuchung wird die weibliche Brust zwischen zwei Platten eingeklemmt, damit das Gewebe möglichst dünn ist. Der ideale Zeitpunkt für die Untersuchung ist die erste Zyklushälfte, da das Gewebe in diesem Stadium weicher und weniger empfindlich ist.