Definition des Begriffes Krebs

Krebs ist ein Oberbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungen, deren Auslöser sogenannte maligne (bösartige) Tumoren sind. Die Bösartigkeit eines Tumors lässt sich an seiner Eigenart erkennen, sich zunächst in das Körpergewebe hineinzuwachsen, um es dann zu zerstören.

Entstehung von Krebs

Die Basis einer jeden Krebsentwicklung ist eine Schädigung des Erbgutes. In den Genen entstehen Schäden, bei denen eine Regulierung durch das körpereigene Reparatursystem nicht mehr möglich ist. Normalerweise werden Genveränderungen, die als Mutationen bezeichnet werden, durch bestimmte Reparaturvorgänge des Körpers behoben. Dies ist in den meisten Fällen erfolgreich der Fall.

Manchmal versagt dieser Prozess, und die aggressiven Zellen vermehren sich unkontrolliert. Häufig mutieren auch die Regulierungssysteme selbst, sodass bis zur Entstehung des eigentlichen Krebses mehrere Faktoren zusammenkommen.
Die Gründe für eine unkontrollierte Zellvermehrung sind in der Regel fast nie genau zu bestimmen. Es gibt zahlreiche Risikofaktoren, die das Erbgut schädigen können, beispielsweise Umweltgifte oder Rauchen. Ebenso häufig entsteht Krebs ohne jede erkennbare Ursache wie eine “Laune der Natur” gegen die es keinen Schutz gibt.

Virustzelle
Arzt hört Patientin zu

Risiken für eine Krebserkrankung

Auch wenn es nicht möglich ist, einen Krebs sicher durch eine Vermeidung von Risiken in Schach zu halten, gibt es doch zahlreiche Faktoren, die als risikoreich für Krebs gelten. Die Faktoren sind bei den verschiedenen Krebsarten unterschiedlich. Wesentlich ist jedoch die Erkenntnis, dass sehr viele Tumoren auf einem rein zufällig stattfindenden Fehler beim Prozess der Zellteilung basieren. Sie hätten mit keiner Risikominimierung verhindert werden können.

Grundsätzlich gilt, dass ein gesunder Lebensstil das Risiko für eine Reihe von Krebsarten mindern kann. Ernährung ist ein wesentlicher Faktor bei der Senkung des Risikos an Krebs zu erkranken. Zu den wichtigsten Erkenntnissen zählt hier eine deutliche Eingrenzung von Zucker und zuckerhaltigen Lebensmitteln, da sich Krebszellen im Wesentlichen von Zucker ernähren. Weiterhin gelten eine Vermeidung von Übergewicht und regelmäßige Bewegung im Alltag als wichtig für die Gesunderhaltung. Eine spezielle Diät kann allerdings bei Krebs nach dem aktuellen Stand der Forschung keine Heilung herbeiführen.

Früherkennung von Krebs

Der Begriff der Krebsvorsorge ist den meisten Menschen geläufig. Bislang gibt es nur einige wenige Arten von Tumoren für die eine entsprechende Untersuchung zur Krebsfrüherkennung wissenschaftlich belegt ist. In Bezug auf den aktuellen Forschungsstand zählen derzeit Krebserkrankungen an Brust, Gebärmutterhals, Prostata, Haut und Dickdarm dazu. Die Kosten für die Untersuchungen werden von den Krankenkassen in einem festen zeitlichen Rhythmus übernommen. Die Teilnahme an diesen Untersuchungen ist grundsätzlich freiwillig.

Wesentlich bei diesen Untersuchungen ist die Erkenntnis, dass die Krebsarten bereits in einem frühen Stadium als Vorstufen erkannt werden können. Eine Garantie, dass ein bestehender Krebs in jedem Fall bei der Früherkennungsuntersuchung erkannt wird, gibt es nicht.

Gutartige und bösartige Tumoren

Bevor die Diagnose Krebs gestellt wird, gibt es zunächst einen Tumor, der in der Medizin auch als Raumforderung bezeichnet wird. Ein Tumor bezeichnet lediglich eine Gewebevergrößerung ohne etwas über den Charakter der Veränderung auszusagen. Im Gegensatz zu einem gutartigen Tumor unterscheidet sich der bösartige Tumor durch seine spezifische Art des Wachstums. Das Wachstum der Tumorzellen geschieht undifferenziert und unkontrolliert. Das Gewebe wird zerstört und verdrängt. Gutartige Tumoren hingegen wachsen nicht in das Gewebe hinein und sind als mikroskopisch “reife” Zellen, im Gegensatz zu “unreifen” bei Krebs, erkennbar.

Krebs kann in sehr unterschiedlicher Geschwindigkeit wachsen. Manche Tumoren wachsen über viele Jahre hinweg sehr langsam und für lange Zeit unerkannt. Andere entwickeln sich rasant und hochgradig aggressiv.

Krebszelle

Die Bildung von Metastasen

Wenn von Metastasen die Rede ist geht es um eine Ausbreitung der bösartigen Tumoren. Der Krebs bleibt nicht nur an seinem ursprünglich festgestellten Ort, sondern wächst in andere Gewebebereiche hinein. Diese Form von Tumoren wird als Metastasen (Tochtergeschwülste) bezeichnet.

Das Vorkommen von Metastasen ist abhängig von der jeweiligen Krebsart und auch dem Entstehungsort der Krankheit. Normalerweise bleiben Tumorzellen bei Ursprungsgewebe und werden vom Reparatursystem des Körpers am “Wandern” gehindert. Bei Metastasen funktioniert dieses System nicht mehr, sodass die Tumorzellen streuen.

Genetische Faktoren

Die Frage nach der familiären Häufung von Krebs ist nicht eindeutig zu definieren. Die meisten Krebsausbrüche gehen nicht auf eine familiäre Prädisposition zurück, sondern entstehen spontan.
Nur wenn die gleiche Krebsart bei mehreren Personen vorkommt, die jeweils eng miteinander verwandt sind, kann ein vererbbares Risiko in Betracht gezogen werden. Ein weiteres Kriterium ist ein deutlich jüngeres Alter bei Krankheitsausbruch bei allen betroffenen Verwandten im Vergleich zum durchschnittlichen Alter der Erkrankung in der Gesamtbevölkerung.